Pan (πᾶν) bedeutet im Griechischen „alles“, „ganz“, „gesamt“, „völlig“. Wir möchten unseren LeserInnen möglichst vielseitige und internationale Informationen über das Gebiet, das uns viele Jahre begleitet und fasziniert, vermitteln: Pflanzen als pflegende, heilende und wohltuende Begleiter des Menschen. Kompetent, seriös und nicht-kommerziell.
Montag, 16. August 2010
Meerfenchel, "dicker" Verwandter des Fenchel
Donnerstag, 12. August 2010
Ein Salbencocktail auf der Haut und seine Folgen
Welche Folgen die unterschiedlichsten Salben auf der Haut auslösen können, soll folgende Geschichte erzählen.
Alles begann damit, dass das Handgelenk schmerzte. Wahrscheinlich waren die vielen Stunden am Computer in den letzten Wochen die Ursache für dieses Ziehen und Schmerzen. Es folgte der Besuch beim Arzt, denn an Weiterarbeiten war nicht zu denken.
Wie vermutet war es eine Überbeanspruchung. Es wurde verordnet die Hand zu schonen und lokal 1 x täglich mit NSA (nichtsteroidales Antiphlogistikum) Salbe zu behandeln, das war an einem Montag.
Am Dienstag Wechsel des Salbenverbandes mit NSA.
Mittwochs Rötung an der Stelle der Salbe festgestellt –sofortiges Abwaschen der Salbe mit klarem Wasser.
Ohne Absprache mit dem Arzt folgte eine Eigentherapie mit 0,25% Kortison Emulsion Salbenverband.Donnerstag starke Rötung. Wieder Säuberung mit Wasser, diesmal Salbenverband mit 0,5% Kortison Salbe.
Freitagmorgen: massive Rötung, stärkster Juckreiz – Auftragen von kühlendem und juckreizstillendem Gel.
Freitagmittag: Bildung von Wasser gefüllten Bläschen über dem gesamten Ausschlag.
Freitagabend: Auftragen von
Bis Sonntag 2x täglich durchgeführt.
Sonntag:
Beginn einer täglichen Hautpflege mit einer Mischung aus
Olivenöl/Johanniskraut/Sanddornfruchtfleischöl
Lavandula angustifolia
Cistus ladanifer
Melaleuca alternifolia
Rosa damascena

Danke meiner Freundin Anja , die tapfer durchgehalten hat .
Mittwoch, 11. August 2010
Hospizarbeit
Ich beschäftige mich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Sterben, da in einem Altenheim und auch in einem Hospiz das Sterben zum Leben gehört, war es mir sehr wichtig ein Öl zu mischen, welches dem Sterbenden und dessen Angehörigen, die Stärke zum Loslassen und Abschiednehmen geben sollte.
Cicely Saunders
„Abschied“
Mimose Absolue
Benzoe Siam
Zeder
Mimose Absolue (Acacia dealbata)
Ausgleichend, veranlasst zum Loslassen
Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)
Einhüllend und tröstend
Zeder (Cedrus atlantica)
Stabilisierend in Krisensituationen
Aus diesen drei Ölen mische ich entweder ein Körperöl oder ich gebe es in die Duftlampe. Für das Körperöl gebe ich auf 50 ml Basisöl 4 Tropfen Mimosen Absolue, 2 Tropfen Benzoe Siam und 2 Tropfen Zeder.
Die Mischungen für die Duftlampe ist: Mimosen Absolue (3 Tr.), Benzoe Siam (1 Tr.), Zeder (1 Tr.).
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zwischen dem Sterbenden und den Angehörigen oder der Altenpflegerin eine sehr harmonische, ausgleichende und ruhige Atmosphäre entstand.
Wir werden auch oft von Angehörigen angesprochen, die sich für den schönen Abschied von ihren Lieben bedanken.
Seit einiger Zeit mag ich besonders diese Rezeptur
„Los-lassen“
Diese Mischunge enthält u.a.
Bergamotte (citrus bergamia)
Rosenholz (Aniva rosaeodora)
Zeder (Cedrus atlantica)
Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
Eine weitere Mischung ist entstanden aus dem Bedürfnis heraus gerade in den letzten Lebensstunden eine besondere Atmosphäre für den Sterbenden, die Angehörigen und das Pflegepersonal zu schaffen. Diese Mischung ist eine wunderbare Kombination geworden und kommt dem „Himmel sehr nah“.
Ich habe ihr den Namen „Engelsgleich“ gegeben:
Oud (Aquilaria agallocha)
Iris 1% (Iris florent var. florent)
Sandelholz (Santalum album)
Rose türk. (Rosa damascena)
Mandarine rot (Citrus reticulata)
Iris
Auch da wo man denkt es gibt nichts mehr zu tun, kann man noch sehr viel geben, ich erlebe es immer wieder das es eine besondere Atmosphäre ist, an dem Ort zu sein, wo das Leben zu Ende geht. Ich bin froh und dankbar dafür, dass die Gäste im Hospiz mir die Gelegenheit geben, an Ihrer Seite sein zu dürfen und ich ein Stück von mir geben kann.
Montag, 9. August 2010
Endlich ein tolles Netzwerk
ich finde es super, dass wir endlich so ein Netzwerk haben. Ich freue mich ganz fest.
Hat jemand schon Erfahrung mit MRSA im Krankenhaus? Ich habe viele Studien gelesen und bin auf der Suche nach einem Krankenhaus was schon Erfahrung damit hat.
Danke
Doris Ilg
Aromainstitut am See
Samstag, 7. August 2010
Rosengewächse - Rosaceae
Das Mädesüß ist eine der Heilpflanzen, die ich oft in Gebrauch habe. Sie enthält, wie auch die Silberweide, Salicylsäureverbindungen. Der botanische Name ist Filipendula ulmaria. Damals nannte man diese Pflanze auch "Spierstaude" oder Spirea. Daraus ist dann das Wort "Aspirin" entstanden.
An der Anordnung der Blätter kann man erkennen, dass es sich um ein Rosengewächs handelt. Zerreibt man die Blätter, entfaltet sich ein besonderer, oft als "medizinisch" beschriebener Duft. Die Blüten duften sehr stark, honigartig.

Da ich vor wenigen Wochen in Irland wandelte und das Mädesüß als Keltenpflanze gilt, habe ich sie dort besonders in Augenschein genommen und sie verstreut auf Wiesen angetroffen, aber auch in der Nähe von Steinkreisen. Ich kann mir vorstellen, dass die Menschen damals Mädesüß verwendet haben, um Gicht und Knochenschmerzen zu vertreiben.
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Flavon-, Phenolglycoside, Gerbstoffe, etwas Schleim, Salicylsäureverbindungen.
Wirkung: schmerzstillend, fiebersenkend, harn- und schweißtreibend
Anwendung: bei rheumatischen Beschwerden, Gicht, Erkältungskrankheiten

Bei Kopfschmerzen und/oder einer Erkältung mische ich Mädesüß, Holunderblüten und Lindenblüten zu gleichen Teilen und bereite einen Tee daraus zu.
Dosierung: 2 Teelöffel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, -Deckel drauf- und 7 Min. ziehen lassen. mehrere Tassen möglichst heiß trinken.
Vor kurzem erzählte mir eine Kräuterfreundin, dass sie Mädesüßblüten verräuchert und sie Linderung bei Kopfschmerzen erfahren hat.
Mädesüß hat nichts mit einem süßen Mädel zu tun. Früher stand die Mädesüßblüte auf
der Zutatenliste zur Metherstellung.
Wiesenkönigin ist ein weiterer Volksname dieser Heilpflanze, der mir sehr gut gefällt. Sieht man sich die Blüte einmal genauer an, sieht´s aus wie eine Krone und die Pflanze darunter steht aufrecht - wie man sich eine Königin eben vorstellt.
Nebenwirkungen: Keine bekannt. Bei Salicylsäureempfindlichkeit ist Vorsicht geboten.
Ätherisches Öl: Die Pflanze wird zusammen mit Rosmarin destilliert. Es duftet stark nach 1,8 Cineol -wohl vom Rosmarin- aber auch nach Methylsalicylat, welches auch im äth. Öl des Wintergrün enthalten ist.
Donnerstag, 5. August 2010
Doldenblütengewächse, Apiaceae
An den Wegesrändern erblicken wir derzeit vielerorts zwei wild wachsende Vertreterinnen der "Sellerie-Familie" (Apiaceae), wie die Doldenblütler neuerdings heißen.
Aus der Angelika-Pflanze werden zwei unterschiedliche ätherische Öle gewonnen: das Samenöl und das Wurzelöl. Beide wirken stark immunmodulatorisch ("stärken" das angeschlagene Immunsystem), das Samenöl wirkt besonders schmerzlindernd und das Wurzelöl besonders erdend.
Aus den Samen der wilden Karotte wird ein stark hautregenerierendes ätherisches Öl gewonnen.
Es kann durch das kaum noch erhältliche Mazerat (in fettem Öl eingelegte Karottenwurzeln) verstärkt werden. Die Pflanze erkennt man gut an den sich nach der Bestäubung einrollenden Blütenköpfchen erkennen.
Montag, 2. August 2010
Frankreich 2
Salvia sclarea L. - Muscatel sage / Clary sage oder auch Muskatellersalbei - geerntet bei 35 °C.Gildemeister und Hoffmann schreiben in ihrem Buch "The Volatile Oils" aus dem Jahre 1900, dass dieses Öl entweder von der angetrockneten Pflanze oder noch besser von der frischen Pflanze destilliert wird.
Es hat eine Lavendelkomponente und nachdem die mehr flüchtigen Bestandteile verflogen sind - erinnert es uns an eine Ambranote.
Ein Tipp für die Menopause - mit sog. Hitzeattacken: das Bio-Hydrolat von Salvia sclarea/Mentha piperita/Rosa damascena (8/1/1) in eine entsprechende Glas-Sprühflasche geben und bei geschlossenen Augen ins Gesicht, Nacken- und Schulterbereich mit Unterarmen besprühen - eine wohltuende Erfrischung.
Sonntag, 1. August 2010
KLINIK-NEWS Wundpflegeöl bei oberflächlichen Hautabschürfungen
Viele Bruchpiloten haben Glück und die Knochen bleiben nach dem Sturz heil, doch häufig stellen sie sich mit großflächigen Hautabschürfungen in der Notaufnahme vor. Früher bepinselten wir die blutigen Stellen mit tiefrotem Mercurochrom, das jedoch aufgrund seines hohen Quecksilbergehaltes 2003 vom Markt verschwunden ist.
Was nun? Desinfektion mit alkoholischen Lösungen lassen Patienten "an die Decke gehen". Wund- und Heilsalben verkleben häufig im Verlauf die geschürfte Haut; schmierige Beläge entstehen und verzögern die Heilung unnötig.
Sehr gute Erfolge haben wir seit einiger Zeit mit folgender Anwendung:
Schürfwunden werden mit Polyhexanidlösung (Antiseptikum) gereinigt. Anschließend tragen wir mit Hilfe steriler Tupfer auf die betroffenen Stellen Wundpflegeöl auf. Dieses wird in unserer Klinikapotheke aus einem hochwertigen, kalt gepressten Trägeröl mit naturreinen ätherischen Ölen hergestellt. In 50 ml Olivenöl kommen 4 Tr. Lavendel fein und je 2 Tr. Rosengeranie, Niauli, Palmarosa und Manuka. Das milde, gut verträgliche Öl wirkt desinfizierend, durchblutungsfördernd, wundheilend, hautregenerierend, narbenglättend und schmerzlindernd. Darüber hinaus schmeichelt es der Seele, um den Schrecken nach dem Sturz besser zu verwinden. Patienten können das Öl zur weiteren Behandlung in gut sortierten Apotheken mischen lassen.
Conny Mögel, Interdisziplinäre Notaufnahme Klinikum München Neuperlach
Samstag, 31. Juli 2010
Gaultheria procumbens/fragrantissima - Wintergrün
Die viel kleineren Blättchen des Bodendeckers "Niederkriechende Scheinbeere" (Gaultheria procumbens und G. fragrantissima), vielen Garteninhabern als herbstlich geschmückte rote Beeren tragende Pflanze vertraut, sind der Lieferant für das vielleicht "medizinischste" ätherische Öl, das manche Ölefirmen im Sortiment haben. Es besteht aus bis zu 98 Prozent aus dem schmerzstillenden aromatischen Ester Methylsalicylat, das auf der Haut in eine aspirinartige Substanz umgewandelt wird.
Einprozentig in einem guten fetten Öl ist dieser Duft eine Wohltat bei schmerzenden/entzündeten Muskeln und Gelenken. Dieses Pflänzchen wird zunehmend im Herbst in Gartencentern und Blumenläden als Grabschmuck und Herbstbeete-Verschönerungspflanze angeboten. Es kann sich im Laufe der Jahre in einen schönen Blatt-Teppich verwandeln.











