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Samstag, 31. Juli 2010

Gaultheria procumbens/fragrantissima - Wintergrün

Auf einem der Ausflüge mit der PAN-Gründergruppe haben wir eine Art des Wintergrüns kennen gelernt. Die heckenartig wachsende (wuchernde) Gaultheria shallon trägt inzwischen ihre leckeren dunkelblauen Beeren, der hellfleischigen Kultur-Heidelbeere übrigens zum Verwechseln ähnlich. Das Blattwerk kennen sicherlich viele von euch als schmückende Beigabe von Blumensträußen.


Die viel kleineren Blättchen des Bodendeckers "Niederkriechende Scheinbeere" (Gaultheria procumbens und G. fragrantissima), vielen Garteninhabern als herbstlich geschmückte rote Beeren tragende Pflanze vertraut, sind der Lieferant für das vielleicht "medizinischste" ätherische Öl, das manche Ölefirmen im Sortiment haben. Es besteht aus bis zu 98 Prozent aus dem schmerzstillenden aromatischen Ester Methylsalicylat, das auf der Haut in eine aspirinartige Substanz umgewandelt wird.


Einprozentig in einem guten fetten Öl ist dieser Duft eine Wohltat bei schmerzenden/entzündeten Muskeln und Gelenken. Dieses Pflänzchen wird zunehmend im Herbst in Gartencentern und Blumenläden als Grabschmuck und Herbstbeete-Verschönerungspflanze angeboten. Es kann sich im Laufe der Jahre in einen schönen Blatt-Teppich verwandeln.

Sonntag, 25. Juli 2010

Teebaum - Melaleuca alternifolia (Maid. et Bet.) Cheel

Neben den ätherischen Ölen von Lavendel, Pfefferminze, Kamille und Manuka gehört Teebaumöl zu den am besten untersuchten Ölen, nicht zuletzt deshalb, weil die australische Regierung Untersuchungen zu diesem wichtigen Exportschlager lange Jahre  unterstützte. Eine recht neue siebenseitige französische Studie fasst zusammen, dass Melaleuca alternifolia entzündungshemmend wirkt, indem es die Ausbreitung von Entzündungsmediatoren (eine Art entzündungsfördernde Gewebehormone) unterbindet. Das Öl wirkt auch antioxidativ und somit gewebeschützend.
Hier die Original-Zusammenfassung, sie liest sich nicht einfach, kann jedoch den Pflegenden helfen, zweifelnde Chefs zu überzeugen; den entscheidenden Satz am Ende habe ich fett markiert (wer kein englisch kann, sollte rechts das Google-Übersetzungs-Werkzeug bemühen).
  • The fungicidal and bactericidal actions of the essential oil (EO) of Melaleuca alternifolia seem well established, but their anti-inflammatory and antioxidative effects remain unclear. This study investigated in vitro the possible role of whole Melaleuca alternifolia EO as a modulator of the inflammatory/non-specific immune response by exploring the chemotaxis and kinetic radical oxygen species (ROS) production of leukocytes and cytokine secretion in peripheral blood mononuclear cells (PBMCs) in humans.
    The influence of Melaleuca alternifolia EO on the chemotaxis under agarose of isolated neutrophils (PMNs)was evaluated. The kinetics of ROS production by stimulated total circulating leukocytes was followed over2 h by recording the fluorescence intensity of oxidized dihydrorhodamine 123. The effects of this EO on pro-(interleukin IL-2) and anti-(IL-4 and IL10) inflammatory cytokine secretions were determined by ELISA following incubation of PBMCs with the EO for 24 h.
    Melaleuca alternifolia EO inhibited PBMC proliferation, as revealed by a reduction in IL-2 secretion by stimulated lymphocytes. This EO at 0.1% directly increased the secretion of the anti-inflammatory cytokine IL-4 compared with IL-4 secretion without EO (18.5 ± 10.0 vs 3.3 ± 1, p Melaleuca alternifolia EO may not only act as an anti-inflammatory mediator through its antioxidant activity but may also efficiently protect the organism by reducing the proliferation of inflammatory cells without affecting their capacity to secrete anti-inflammatory cytokines.
[F. Caldefie-Chézet, C. Fusillier, T. Jarde, H. Laroye1, M. Damez, M-P. Vasson and J. Guillot. Potential Anti-inflammatory Effects of Melaleuca alternifolia Essential Oil on Human Peripheral Blood Leukocytes. Phytotherapy Research 20, 364–370 (2006]

Samstag, 24. Juli 2010

Omega-3-Fettsäuren

Vegetarier lehnen die Einnahme von Fischölkapseln ab und Fischgerichte essen sie oft auch nicht. So kann es zu einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren (α-Linolensäure, EPA, DHA) kommen, der sich an trockener-schuppiger Haut und Schwächeln des Immunsystems äußern kann, auch an Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit, Menstruationsunregelmäßigkeiten bei Frauen, Unfruchtbarkeit und vielem mehr. Man glaubt auch, dass diese Fettsäuren, welche einen deutlichen Anteil unserer Nervenzellen und damit der Gehirnmasse darstellen, eine gute Prävention gegen Demenzerkrankungen sein könnten.
In einer neuen Studie zeigte sich durch die Gabe von Leinöl (enthält vor allem α-Linolensäure) und Fischöl (enthalten vor allem EPA und DHA-Fettsäuren) eine signifikante Verbesserung der Versorgungslage mit Omega-3-Fettsäuren. Leinöl führt zu einer deutlichen Erhöhung der Konzentration von α-Linolensäure und zu einem Anstieg von EPA, nicht jedoch von DHA. Ausgeprägtere Konzentrationsanstiege für EPA und DHA lassen sich durch Fischöl erreichen. Leinöl, nicht jedoch Fischöl, führt zu einer wünschenswerten Absenkung der  Konzentration an Arachidonsäure, welche für degenerativ-entzündliche Erkrankungen verantwortlich ist [Stossier H, BayerW: Einfluss von Leinöl und Fischöl auf den Fettsäurestatus. ZfOrthomolMed. (2009) 4: 11–15] Abbildung: Blüten von Linum usitatissimum