Auf einem der Ausflüge mit der PAN-Gründergruppe haben wir eine Art des Wintergrüns kennen gelernt. Die heckenartig wachsende (wuchernde) Gaultheria shallon trägt inzwischen ihre leckeren dunkelblauen Beeren, der hellfleischigen Kultur-Heidelbeere übrigens zum Verwechseln ähnlich. Das Blattwerk kennen sicherlich viele von euch als schmückende Beigabe von Blumensträußen.
Die viel kleineren Blättchen des Bodendeckers "Niederkriechende Scheinbeere" (Gaultheria procumbens und G. fragrantissima), vielen Garteninhabern als herbstlich geschmückte rote Beeren tragende Pflanze vertraut, sind der Lieferant für das vielleicht "medizinischste" ätherische Öl, das manche Ölefirmen im Sortiment haben. Es besteht aus bis zu 98 Prozent aus dem schmerzstillenden aromatischen Ester Methylsalicylat, das auf der Haut in eine aspirinartige Substanz umgewandelt wird.
Einprozentig in einem guten fetten Öl ist dieser Duft eine Wohltat bei schmerzenden/entzündeten Muskeln und Gelenken. Dieses Pflänzchen wird zunehmend im Herbst in Gartencentern und Blumenläden als Grabschmuck und Herbstbeete-Verschönerungspflanze angeboten. Es kann sich im Laufe der Jahre in einen schönen Blatt-Teppich verwandeln.
Pan (πᾶν) bedeutet im Griechischen „alles“, „ganz“, „gesamt“, „völlig“. Wir möchten unseren LeserInnen möglichst vielseitige und internationale Informationen über das Gebiet, das uns viele Jahre begleitet und fasziniert, vermitteln: Pflanzen als pflegende, heilende und wohltuende Begleiter des Menschen. Kompetent, seriös und nicht-kommerziell.
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Samstag, 31. Juli 2010
Freitag, 23. Juli 2010
Aromapflegeöle
Neumond hat mittlerweile drei Mischungen im Programm, welche seit vielen Jahren klinisch erprobt wurden. Sie dürfen jedoch aus juristischen Gründen nicht als solche ausgewiesen werden: eine wohltuende Haut-Mischung, die optimal auf eine wirksame Decubitus-Prophylaxe (gegen Wundliegen bei bewegungsunfähigen PatientInnen) abgestimmt ist. Eine andere Mischung eignet sich hervorragend zur atemstimulierenden Einreibung, um Bronchialbeschwerden und Lungenentzündungen vorzubeugen, die dritte Mischung enthält entkrampfend und schmerzlindernd wirksame Duft-Bestandteile. Da es sich um als Kosmetikprodukte deklarierte Produkte handelt, müssen sie allgemein und nicht-medizinisch lautende Bezeichnungen tragen (siehe Abbildung). Bei Primavera gibt es 'Gelenkeinreibung', 'Eukawohl" und ähnlich lautende mehr als pflegende Produkte. Es darf also nicht 'schmerzlindernd' oder Ähnliches aufs Etikett, sondern nur nicht-medizinische Ausdrücke. Sie könnten also 'Anti-Autsch' heißen, oder 'Schlaf-gut-durch', 'Samthaut' usw. - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Kanuka - Kunzea ericoides (A.Rich.) Joy Thomps.
Kanukabaum - er wurde einst auch der Gattung Lepstospermum zugeordnet - ist größer als der Manukabaum, er wird bis zu 20 Meter hoch (Foto hier). Sein Maoriname lautet kahikatoa oder pata. Seine seine ganz ähnlichen Blüten dreimal kleiner und die 2-4 mm großen Samenkapseln fallen im Gegensatz zu den Manukakapseln, die jahrelang am Baum haften bleiben, schnell ab.
Die Westillation der frischen Kanukazweige dauert 20 bis 40 Minuten, da das ätherische Öl weitestgehend aus Monoterpenen, also kleinen Molekülen besteht. Die Ergiebigkeit kann mit bis zu 2,1 Prozent recht hoch sein. Die Manukadestillation ergibt ein Öl das reicht an größeren Molekülen ist (Triterpenverbindungen) dauert bis zu sechs Stunden. Die Ergiebigkeit ist mit 0,5% eher durchschnittlich.
Das schmerzlindernd und kortisonartig-entzündungshemmende ätherische Öl ist in zwei Chemotypen bekannt, er mit unter und einer mit mehr als 5 Prozent gehalt am schmerzlindernden Monoterpen p-Cymen. Dieses löst vermütlich einen unspezifische Counterirritant-Effekt aus. Das Öl sollte nur circa zwei jahre nach Anbruch der Flasche auf der Haut verwendet werden, da die circa insgesamt 75 Prozent an Monoterpenen relativ schnell oxidieren können und dann empfindliche haut zu stark reizen könnten. Wenige Firmen bieten Kanukaöl an, eine davon ist Feeling in Österreich.
Die Westillation der frischen Kanukazweige dauert 20 bis 40 Minuten, da das ätherische Öl weitestgehend aus Monoterpenen, also kleinen Molekülen besteht. Die Ergiebigkeit kann mit bis zu 2,1 Prozent recht hoch sein. Die Manukadestillation ergibt ein Öl das reicht an größeren Molekülen ist (Triterpenverbindungen) dauert bis zu sechs Stunden. Die Ergiebigkeit ist mit 0,5% eher durchschnittlich.
Das schmerzlindernd und kortisonartig-entzündungshemmende ätherische Öl ist in zwei Chemotypen bekannt, er mit unter und einer mit mehr als 5 Prozent gehalt am schmerzlindernden Monoterpen p-Cymen. Dieses löst vermütlich einen unspezifische Counterirritant-Effekt aus. Das Öl sollte nur circa zwei jahre nach Anbruch der Flasche auf der Haut verwendet werden, da die circa insgesamt 75 Prozent an Monoterpenen relativ schnell oxidieren können und dann empfindliche haut zu stark reizen könnten. Wenige Firmen bieten Kanukaöl an, eine davon ist Feeling in Österreich.
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