Pan (πᾶν) bedeutet im Griechischen „alles“, „ganz“, „gesamt“, „völlig“. Wir möchten unseren LeserInnen möglichst vielseitige und internationale Informationen über das Gebiet, das uns viele Jahre begleitet und fasziniert, vermitteln: Pflanzen als pflegende, heilende und wohltuende Begleiter des Menschen. Kompetent, seriös und nicht-kommerziell.
Dienstag, 28. September 2010
Parfum-Museum in Deutschland
Ein sog. Duft-Museum befindet sich in Köln im Farina Haus. Johann Maria Farina (1685-1766), Parfumeur, arbeitete bis 1760 in diesem Haus und gilt als der Erfinder des "Eau de Cologne".
Zu sehen ist die Geschichte des Flakons, die Gewinnung der Essenzen, neue Erkenntnisse über das Riechen, ... .
In Mehlingen-Baalborn gibt es ein kleines Parfuem-Museum auf dem Gelände der Grün Parfüm & Kosmetik Fabrikation. Eine Duftorgel, Alambic, Rohstoffe, alte Flakons, ... sind zu bestaunen. Die Räume wurden in Anlehnung an den Film "Das Parfum" gestaltet.
Sonntag, 26. September 2010
Teebaum-Öl wirkt gegen allergische Erscheinungen
Teebaum-Öl wird seit Jahren von diversen Behörden und Politikern misstrauisch beäugt, fast verfolgt und ist immer wieder von Verboten bedroht, weil es angeblich so ein starkes Allergie-Potenzial hat. Das gilt jedoch entsprechend langjähriger Erfahrungen nur für alte/oxidierte und verfälschte Teebaumöle (die leider allzu oft verkauft werden).
In einer aktuellen schwedischen Studie wurde das australische "Wunder-Öl" mit gängigen Hautmedikamenten verglichen, um unangenehme Erscheinungen von allergischen Hauterkrankungen zu mildern. Es musste gegen L-Menthol, Ichthammol, Clobetason-Butyrat, Zinkoxid und auch ein mittelstarkes Kortisonpräparat antreten, um eine Kontaktdermatitis und Juckreiz zu lindern. Obwohl (viel zu hoch dosiert!) Teebaumöl 20- und 50%-ig eingesetzt wurde, konnte es die allergische Dermatitis um 40,5 Prozent reduzieren. Clobetason-Butyrat schaffte 23,5 Prozent Besserung, Zinkoxid schaffte 17,4 Prozent. Ichthammol reduzierte die histamininduzierte Rötung um 19,2 Prozent, Zinkoxid um 18, 5 Prozent, Clobetason-Butyrat um 44,1 Prozent. Histamininduzierter Juckreiz konnte mit keinem der Mitteln beeinflusst werden. Als Schlussfolgerung meint Autorin Joanna Wallengren, dass Teebaumöl ein effektiveres antiekzematisches Mittel zu sein scheint als Zinkoxid und Clobetason-Butyrat. [Wallengren J. Tea tree oil attenuates experimental contact dermatitis. Arch Dermatol Res. 2010 Sep 24.]
Samstag, 25. September 2010
Gewürzmuseen
1. Hamburg - in der Speicherstadt
- www.spicys.de
2. Penang, Malaysia
www.tropicalspicegarden.com/visitor-centre.php#spicemuseum
3. Schönbrunn
http://www.schleusegrund.de/tourismus-kultur/gewuerzmuseum/
Donnerstag, 9. September 2010
Prof. Hanns Hatt erhielt wichtigen Wissenschaftspreis
Der „Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“ ist mit 50 000 Euro dotiert und gilt als die wichtigste Auszeichnung für die Vermittlung von wissenschaftlichen Ergebnissen in Medien und Öffentlichkeit in Deutschland.
Die Jury hatte auch 2010 erneut die Wahl zwischen einer Vielzahl qualitativ hochstehender und professioneller Bewerbungen. Insgesamt 47 Forscherinnen und Forscher aus allen Wissenschaftsgebieten hatten sich um den Preis beworben oder waren für ihn vorgeschlagen worden. Vierzehn Kandidatinnen und Kandidaten kamen in die engste Wahl, in der sich am Ende Hanns Hatt durchsetzte.
Viele Infos, auch zum Leben und zur Arbeit des 62-jährigen Prof. Hatt, dazu Videos, befinden sich auf der Seite der DFG, auch von der Preisverleihung am 7. Juni 2010.
Wer den kurzweilig referierenden Botschafter des Riechvorganges demnächst life erleben möchte: Er wird auf dem Farfalla-Kongress (2./3. Oktober) zu hören und zu sehen sein.
Freitag, 3. September 2010
Anthemis nobilis - Blütenteppich
Ein Anthemis nobilis-Blütenteppich - Kurzurlaub für gestresste Füße:Chamaemelum nobile - die römische Kamille - gehört zu den Asteraceaen und eignet sich sehr gut um auf einem kleinen Fleckchen Erde einen dichtbewachsenen Duftteppich entstehen zu lassen.
Das ätherische Öl enthält ca. 80% Ester und unterstützt uns nach einem gestressten Tag Entspannung zu finden.

Weitere Einsatzgebiete finden wir bei Kopfschmerzen und Migräne, Angst, Panikattacken und Depressionen, das Hydrolat bei Augenentzündungen als Auflage, uvm.
Tipp für eine entspannende Raumbeduftung: GM
- 9 gtt Citrus reticulata
- 1 gtt Anthemis nobilis

Davon 3 - 4 gtt in eine Duftlampe oder auf eine Zellette.
So einen Duftteppich findet man im Sommer bei ChrisTine Pommerer vom Kräuterzentrum Wasenhof.
Montag, 30. August 2010
Spätsommerliche Mückenplage
Juhu, das Wetter spielte letztendlich doch noch mit, um meine Grillparty vergangenen Samstag auf der Terrasse stattfinden zu lassen! Am Nachmittag genossen wir noch so ganz ärmellos die Spätsommersonne. Da waren sie auch schon, die pieksenden Quälgeister, die sich durch die Nähe meiner kleinen Goldfischteiche wohl besonders gerne hier im Garten tummeln!
Schnelles Handeln war gefragt - ein Mückenschreck musste her!
In ein Becherglas füllte ich ca. 3 Esslöffel Jojobaöl (andere fette Öle sind auch möglich!) und gab 5 Tropfen Lavendel fein, 5 Tropfen Citronella, 5 Tropfen Zeder und 2 Tropfen Nelkenöl dazu. Diese Mischung schüttete ich in ein 50 ml Braunglasfläschchen mit Sprühkopf aus der Apotheke (kostet ca. 2 Euro). Die Flasche wurde nun mit Aqua dest. aufgefüllt. An Stelle von Wasser kann auch ein Hydrolat verwendet werden. Vor dem Aufsprühen auf die Haut wird das Fläschchen kräftig geschüttelt, da kein Emulgator in der Mischung ist! Meine Gäste sprühten die von der Kleidung unbedeckten Stellen ein. Das Wasser/Öl-Gemisch bildet einen feinen, pflegenden Film auf der Haut.
Das ist ein wunderbar hautverträgliches, kostengünstiges, wohlriechendes, einfach anzuwendendes, schnell produziertes und vor allem gut wirksames Mückenschutzmittel, dass ich hiermit gerne weiterempfehlen möchte!
Sollten die lästigen Viecher dann doch einmal zugestochen haben, stoppt ein Tropfen Lavendel, Pfefferminz oder Niauli pur aufgetragen den Juckreiz und die Schwellung.
Freitag, 27. August 2010
Datenbank für Diplomarbeiten
Wer im Englischunterricht immer schön brav seine Hausaufgaben gemacht hat, darf sich über einen wahren Schatz an Diplom- und Doktorarbeiten über ätherische Öle freuen: die Datenbank der Uni Wien. Einige Arbeiten sind allerdings in deutscher Sprache verfasst. Themen wie "Die Möglichkeit der Anwendung ätherischer Öle als gesundheitsfördernde Maßnahme für Pflegepersonal im Nachtdienst." (Simon, Katja (2009) und "Einfluss von ätherischen Ölen auf physiologische Parameter und Speichelcortisol." (Bichl, Sandra (2009) und "Einfluss von ätherischen Ölen auf Befindlichkeit und Attraktivitätsbewertung beim Menschen." (Rameder, Theresa (2008) dürften unser alle Herz erfreuen. Für Englisch-Banausen könnte das Übersetzungswerkzeug auf der rechten Spalte eine winzige Hilfe sein (ziemlich computerisch-holprig). Viel Spaß beim Schmökern!
PS Wir können in einem guten Monat bereits über 600 (unterschiedliche) BesucherInnen auf diesem Blog verzeichnen, vielleicht motiviert das die anderen MitschreiberInnen, ab September auch mitzumachen...
Sonntag, 22. August 2010
Doldenblütengewächse, Apiaceae: Foeniculum vulgare var. dulce (Fenchel süß)

Fenchel süß, Foeniculum vulgare var. dulce, gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae). Diese mehrjährige Pflanze gehört zu den Gewürz- und Heilpflanzen, aber es gibt auch eine Subspez. bei den Gemüsepflanzen.
Der bis zu 1,5 m hoch werdende Arznei-Fenchel bevorzugt warme, nährstoffreiche, kalkreiche, trockene Böden.
Seine gelben Blüten können bis zu 15 cm große Dolden ausbilden, die im ersten Jahr von Juli bis Oktober und im zweiten Jahr schon ab Juni zu blühen beginnen.
Danach entwickeln sich grau-grüne bis bräunlich-grüne sog. Spaltfrüchte, von 4 - 10 mm Länge.
Für den Anbau sind trockene und warme Spätsommer und -Herbstmonate
wichtig, um einen hohen Inhaltsstoffgehalt zu bekommen.2 - 6 % ätherisches Öl enthalten die Früchte. Fenchon, Estragol und trans-Anethol sind die Hauptinhaltsstoffe.
Max. 4 - 5 Jahre, dann erfolgt ein Fruchtwechsel, der außerhalb der Doldenblütler liegen sollte.
Lunge (spasmolytisch/expektorativ), Niere (harntreibend/Nierensteine) und Darm (kontraktil, entblähend, ...) sind Haupteinsatzgebiete des ätherischen Öls - Foeniculum vulgare var. dulce.
Desweiteren hat man eine östrogenartige Wirkung (Anethol) festgestellt, die in der Phase der Wechseljahre und zur Milchbildung eine positive Wirkung haben.

Die antimikrobielle Wirkung ist 13 x stärker als Phenol.
Eine alte Tradition besagt: Fenchelsamen auf den Weg der frisch Verheirateten zu streuen, um ihnen Glück zu bereiten.
Es gibt 3 Subspezies:
- Gewürz- oder Arzneifenchel (Foeniculum vulgare var. dulce)
- Gemüsefenchel (Foeniculum vulgare var. azoricum)
- Bitterfenchel (Foeniculum vulgare var. vulgare) - enthält bis zu 70 % Anethol und 15 % Fenchon
Anethol wirkt sekretolytisch/spasmolytisch
Fenchon ist bitter, riecht kampherartig (typischer Fenchelgeruch) und wirkt
wachstumshemmend auf Bakterien und PilzeTee: max. 7 g Droge pro Tag - entspricht ca. 3 - 5 Tassen Tee (Estragol) - beim Einkauf auf ganze Früchte achten)
Hydrolat: ph-Wert 4.0 - 4,1, Haltbarkeit von 1/2 bis zu 1 Jahr
- gute Erfahrungen gibt es bei oraler Einnahme von Fenchelhydrolat bei Meteorismus:
-- 5 ml Fenchelhydrolat in 100 ml Wasser - langsam trinken (Hydrolate ohne Alkohol)
Genaue Inhaltsstoffangaben und KI s. Literatur Eliane Zimmermann.
Mittwoch, 18. August 2010
Iris
. Der Einband ist aus Leinen. Es erzählt die Geschichte eines Jungen der die Natur liebt, aber ganz besonders in der Iris ein Geheimnis entdeckt. Er verliert aber seinen kindlichen Blick im Laufe seines Lebens und sucht das Geheimnis seiner Kindheit wieder.....Als ich es Aufschlug, war ich sehr berührt von den wundervollen Bildern.
Warum ist Irisöl so teuer?
Bei der Anpflanzung von Iris werden Wurzelstöcke die schon drei Jahre lang in der Erde waren und drei Höcker haben benötigt. Die Wurzeln zur Destillation werden dann erst wieder drei Jahre nach der Anpflanzung Ende Juli/Anfang August , möglichst nach ausgiebigem Regen (weil die Wurzeln dann leicht aus der Erde zu ziehen sind) geerntet.
Die Wurzeln müssen dann mit einem Spezialmesser geschält werden, dies erfordert viel Geschicklichkeit. Danach werden sie 5-6 Tage lang getrocknet. 100 kg frische Rhizome ergeben 25 - 35 kg getrocknete Wurzeln.
Der besonder Veilchenduft der getrockneten Iris entfaltet sich aber erst nach einer langen Reifezeit. Bis vor 20 Jahren hat man die Iriswurzeln ca. 10 Jahre lang in beheizten Silos reifen lassen. Inzwischen hat man neue biotechnologische Mittel entwickelt, welche die Reifezeit erheblich verringern.
Danach erst wird das Irisöl in einem sehr aufwendigen Destillationsrozess gewonnen.
Das ist Irisöl ist geprägt von ca. 75 % Sesquiterpenketonen. Diese zählen zu den gutverträglichen Ketonen und wirken äußerst harmonisierend, hautpflegend und sehr schleimlösend.
Demnach könnte man Irisöl sogar bei Erkältungskrankheiten und Atemwegsbeschwerden einsetzen, dies verbietet uns aber der Preis, denn es gibt für diese Indikation genügend preisgünstige Alternativen.
Das Irisöl ist auf der seelischen Ebene ein besonders wertvoller Helfer, immer dort wo uns Worte fehlen, eine besondere Atmosphäre herrscht (Geburt, Tod, Trauer usw.), wir zu unseren Wurzeln finden möchten oder einen Schutz vor Einflüssen, welche von Aussen kommen, brauchen.
Ich benutze immer eine 1 % Verdünnung des Öles in Alkohol (z.B. von Primavera), da der Duft der Iris sich sowieso in der feinen Verdünnung erst richtig entfaltet.
Gesichtsöl "Engelshaut"
für die Haut ab 30 ;-)
30 ml Hagebuttenkernöl
10 ml Traubenkernöl
10 ml Arganöl
4 Tropfen Irisöl 1 %
1 Tropfen Rose türk.
2 Tropfen Benzoe Siam
"Loslassen" (Sterbegleitung, Trauerbewältigung)
10 ml Jojobaöl
4 Tropfen Iris 1 %
1 Tropfen Rose türkisch
2 Tropfen Melisse
1 Tropfen Zeder
1 Tropfen Schafgarbe
Naturparfum "Schutzengelchen"
10 ml Jojobaöl
4 Tropfen Iris 1 %
2 Tropfen Rose türkisch
2 Tropfen Benzoe Siam
3 Tropfen Bergamotte
1 Tropfen Vetiver






